19 Mrz

LeckerBox Geburtstagswoche mit: Melanie von Bento.Helke

Hallo zusammen, oder „Moin“ wie man bei uns sagt. Ich bin Melanie von Bento.Helke und freue mich, dass ich für die Geburtstags-Aktion von der LeckerBox etwas schreiben darf. Und Herzlichen Glückwunsch! Drei Jahre sind wirklich eine lange Zeit!

bento1Wie ich zum Thema „Bento“ gekommen bin weiß ich gar nicht mehr so genau. Kleinteilige Lunchboxen und zurecht geschnittenes Essen zumindest kenne ich seit meiner Kindheit. Nur hatte das Ganze leider nicht viel mit den heutigen Bentos zu tun, wenn ich auf der Schule die Box öffnete und die Sauren Gürkchen aus der Erdnußbutter sammeln musste. Oder die herzförmige Brot-Käsescheibe vom Deckel kratzen, um dann mit dem einen vom Nudelsalat durchweichten Brot und der vom Apfel zerquetschten Gegenseite daraus wieder ein Sandwich zu machen. Ich denke ihr wisst, was ich meine.

Durch die Manga- und Anime-Phase meiner Schwester kam ich mehr mit japanischer Kultur in Berührung. Wir gingen gemeinsam zum hiesigen Kirschblütenfest, in japanische Buchhandlungen und asiatische Supermärkte. Irgendwo dort habe ich vermutlich das erste Mal von Bento-Boxen gehört. Ich fand es spannend und exotisch, schon wegen der ganzen mir unbekannten Lebensmittel. Und wenn ich etwas interessant finde muss ich es unbedingt ausprobieren!

bento2Wir bestellten über das Internet direkt in Japan, weil wir hier kaum etwas dazu fanden. Eine Dose und ein Kochbuch für mich, eine Dose und Manga-Fanartikel für meine Schwester. Als Lohn für die Übersetzung der mir natürlich unverständlichen Kochrezepte füllte ich gleich beide Boxen mit den ausgetesteten Gerichten. Da das aber ziemlich genau in der Zeit meines Auszuges lag schlief es bald ein. Plötzlich alleine wohnen, das Studium, die Arbeit nebenbei – das war zu viel Chaos, als das ich da noch an hübsches Essen gedacht habe.

Später arbeitete ich auf Baustellen im nirgendwo. Nichts Essbares in erreichbarer Nähe, da muss man gezwungener Maßen seine Verpflegung selber mitbringen. Und da ich die Bento-Box ja noch hatte wurde eben die genommen. Mal nur mit Brot oder Salat gefüllt, mal ganz klischeehaft mit Gemüseblumen und Reisbällchen. Meine Kollegen fanden das zwar ein wenig merkwürdig, waren aber eher neidisch.

bento3Kaum arbeitete ich woanders schliefen die Boxen wieder ein. Wobei man dazu sagen muss, dass ich oft von zu hause arbeite und dort eben in Herd-Nähe bin. Für Kantinen und Imbisse konnte ich mich noch nie erwärmen.

Mein Mann ist da etwas anders. Seine Mittagspause bestand aus Currywurst, Pizza oder dem Mittagstisch beim Griechen um die Ecke. In der Umgebung seiner Arbeit gibt es diverse solcher Angebote. Das konnte ich irgendwann nicht mehr mit ansehen. Ich finde es ungesund, besonders abwechslungsreich ist es auch nicht und auf die Dauer deutlich teurer als selbst gemacht. Und bei eigenem Essen kann man sogar noch aussuchen, wie regional, saisonal und bio es sein soll.

Ihm war es egal – solange es etwas und ausreichend zu essen gibt und das nicht völlig vegan, dann ist es ok. Also fing ich mit den Boxen wieder an.

bento4Ich hatte mich nie groß im Internet mit dem Thema beschäftigt. Ich koche lieber aus Büchern oder nach eigenen Ideen und hatte nie daran gedacht mal nachzusehen, ob es überhaupt Leute gibt, die über so etwas wie Lunchboxen oder Bentos schreiben. Jetzt musste ich es, schon alleine für neue Dosen. Meine alte war dem Herren zu klein, süß und feminin. He, es ist immerhin keine Hello Kitty darauf!

Ich stellte fest, dass es viiiiele Seiten über Bentos gibt. Über Lunchboxen. So viel mehr als gedacht. Meine Güte! Und was die alles für Kunstwerke machen!

Wir fanden in den großen, französischen Monbento-Boxen eine Informatiker-taugliche Alternative zur japanischen Box und ich fing sie an jeden Tag, morgens, zu füllen. Ich mag keine Routine-Arbeit, das Bento sieht deshalb nie gleich aus. Wenn ich Zeit habe schneide ich Motive aus Nori-Blättern oder Käse, färbe den Reis oder steche das Gemüse aus. Ansonsten ist es einfach eine Ansammlung kleiner Snacks, hübsch nebeneinander sortiert. So ißt mein Mann auch mal Gemüse! Nicht darauf ansprechen, sonst fällt es ihm noch auf.

bento5Auf der Arbeit fotografierte mein Mann die Boxen (ja, nach dem Transport) und fing an sie auf einen Blog zu stellen. Und so ist es jetzt noch immer. Über 300 Tages-Bentos sind jetzt schon online und bisher sieht es nicht so aus, als ob wir demnächst aufhören. Und langsam beginne ich auch zu verstehen, wie das Ganze Blog-Drumherum so funktioniert.

Mit wem habe ich das erste mal von Bento-Boxen gehört? 

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(Antwort bis zum kommenden Samstag den 21.03.2015 merken!)

4 Gedanken zu „LeckerBox Geburtstagswoche mit: Melanie von Bento.Helke

  1. Avatar

    Hallo,

    wieder ein schöner und sehr inspirierender Beitrag. Vielen Dank dafür. Was ich an Bento.Helke so mag ist, dass die Gerichte und das Essen einfach und unkompliziert sind. Und doch sieht es so hübsch und ansprechend aus, so dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Boxen sind toll und ich finde es klasse, dass der Mann sie fotografiert.
    Weiter so. 🙂

    Liebe Grüße
    Denise

  2. Avatar

    Toller Beitrag! Ich liebe meine Monbento Box und werde sofort ein bisschen nach Ideen fuer meine BentoBoxen stoebern! Alles sieht wirklich so lecker aus und ich finde es auch toll, dass der Mann sie auf der Arbeit photographiert!
    LG,
    Nina

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